Nachlese: Der lavera Insider – Was steckt eigentlich hinter Zertifizierungen?

17.11.2015_Zertifizierung

Heute möchten wir Euch einen informativen Blogartikel von 2015 ans Herz legen, der an Aktualität nichts eingebüßt hat. In diesem erklärte Sabine Kästner, Pressesprecherin von Laverana, die Zertifizierungen und Labels von lavera. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Nachlesen! 🙂

Frau Kästner, warum sind Labels bzw. Zertifizierungen von Kosmetikprodukten so wichtig?

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Labels, die Produktkategorien wie Elektrogeräte, Lebensmittel oder Kosmetika zieren. Umfragen zeigen, dass Verbraucher am Regal im Supermarkt, in der Drogerie oder im Biofachhandel oft überfordert sind und sich im bestehenden Label-Dschungel nicht zurecht finden.

Die Labels sollen dem Konsumenten als Orientierung dienen und für Vertrauen, Wertigkeit und Qualitätsstandards stehen. Hinter einigen Labels stecken aufwändige Zertifizierungsverfahren, andere werden lediglich verwendet, um das Produkt aufzuwerten oder ihm „einen grünen Mantel“ anzuziehen.

Welche Labels werden in der Naturkosmetik vergeben und auf welche ist wirklich Verlass?

Was viele Verbraucher nicht wissen: Der Begriff Naturkosmetik ist nicht geschützt. Grundsätzlich kann also jeder Hersteller eigene Richtlinien für Naturkosmetik entwickeln und seine Produkte zertifizieren lassen. Deutschland ist das Mutterland der zertifizierten Naturkosmetik und weltweit führend in dem Segment. Die wichtigsten Label, die hierzulande für die Zertifizierung von Naturkosmetik vergeben werden, aber auch weltweit eine Rolle spielen, sind NATRUE, BDIH, ICEA, Soil Association, ECOCERT, Cosmebio, Demeter, Vegan, frei Bio + Reinheitsgebot uvm. Unter den verschiedenen Qualitätssiegeln gibt es auch wiederum Unterschiede in den Zertifizierungskriterien und somit auch in der Wertigkeit. Grundsätzlich sind allerdings die Produkte, die die oben genannten Labels tragen, natürlicher als solche der herkömmlichen Kosmetik.

Über die Siegel für zertifizierte Naturkosmetik hinaus werden Produkte hin und wieder von unabhängigen Testmagazinen wie bspw. ÖkoTest geprüft. Die Testmagazine geben ihr neutrales Votum ab, ohne sich dabei an gesetzliche Vorgaben halten zu müssen. Darüber hinaus dürfen Parameter aufgestellt werden, die wissenschaftliche Begründungen haben. Testmagazine sind bei Konsumenten häufig bekannt und dienen als wichtige Orientierung.

Nach welchen Kriterien werden die Produkte bei lavera überprüft?

Der Anspruch des Verbandes NATRUE, der von den Pionierfirmen der Branche Weleda, Dr. Hauschka, primavera, Logocos und Laverana gegründet wurde, ist es, den hohen Qualitätsstandard für den Verbraucher zu bewahren und ihm Sicherheit und Transparenz zu geben. Heute nutzen über 180 Marken aus 24 Nationen das Label und mehr als 4.300 Produkte tragen das NATRUE Label.

NATRUE unterscheidet bei der Zertifizierung zwischen Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bio-Anteil (70 – 95%) und Bio-Kosmetik (ab 95%). Dazu werden Mindestmengen für Bio bzw. Höchstgrenzen für naturnahe Inhaltsstoffe definiert. NATRUE prüft mit einem wissenschaftlichen Gremium, das eigenständig agiert, die Rezepturen und Inhaltsstoffe. Jeder Hersteller muss sich zudem noch durch einen unabhängigen Zertifizierer kontrollieren lassen (bei lavera ist das das Institut IMO Control). Hat ein Produkt den aufwändigen Prozess durchlaufen, darf es das Label nutzen und wird im Zwei-Jahresturnus neu überprüft.

Als Verband in Brüssel arbeitet NATRUE in allen relevanten Gremien mit, die Regulatorien für die Kosmetik in Europa festlegen und überwacht die besonderen Belange von zertifizierter Naturkosmetik.

Die lavera Naturkosmetik Produkte sind alle NATRUE zertifiziert, weil wir von Anfang an Bio-Inhaltsstoffe und nachwachsende Rohstoffe zur Herstellung verwenden und weil es aus unserer Sicht wichtig ist, sich als nachhaltige Marke zu differenzieren und die Interessen von Verbrauchern weltweit zu vertreten.

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