Mikroplastik – ein fester Bestandteil in konventioneller Kosmetik

Mikroplastik ist eine Umweltsünde, die uns alle trifft, wie ein Bumerang. Während in Rezepturen der Naturkosmetik Mikroplastik schon immer tabu war, streben Hersteller von konventioneller Kosmetik künftig erst an auf Mikroplastik, beispielsweise als Peelingkörper, zu verzichten. Bei lavera kommen schon immer alternative, natürliche Inhaltsstoffe zum Einsatz.

Ganz unbemerkt gelangen täglich große Mengen an winzigen Plastikteilchen aus Duschgelen, Peelings und Zahncremes durch den Abfluss in unsere Kläranlagen. Sogar Textilfasern können winzige Plastikbestandteile enthalten, die durch das Waschen in der Waschmaschine ins Abwasser gelangen.

Dass Kunststoffe nicht biologisch abbaubar sind, ist fast jedem klar. Leider können die Filteranlagen unserer Kläranlagen die winzigen Teilchen nicht aus dem Schmutzwasser herausfiltern, sodass diese nachweislich im Klärschlamm verbleiben, so in unser Wasser und auch in unsere Nahrungskette gelangen. Erste Studien der Universität Oldenburg zeigen bereits, dass die kleinen Teilchen Bestandteil in Honig, Milch und Fischen sind und mit unserer Nahrung in den menschlichen Organismus gelangen. Welche Auswirkungen diese Rückstände auf unsere Gesundheit haben, ist noch nicht bekannt.

Mikroplastik

Die Kunststoffe, die in der Kosmetik eingesetzt werden, sind zwischen 0,001 bis 5 mm groß. Es handelt sich dabei nicht immer nur um feste Kunststoffe, die sich spürbar bspw. als Peelingkörper in Produkten befinden –  sie können auch als Gel oder Wachs Einsatz finden. So sind diese sogenannten synthetischen Polymere auch in Pflegeprodukten, wie Tages- und Nachtcremes, Seren sowie Produkten der dekorativen Kosmetik wie Concealer, Rouge, Lidschatten, Mascara, Eyeliner, Augenbraustift und Puder oder Haarshampoos und -pflege zu finden. Sie dienen mitunter als Filmbildner, Füllstoff und Bindemittel (Quelle: BUND).

Eine aktuelle Studie von Greenpeace aus Januar 2017 untersucht „Plastik in Kosmetik – Deutsche Hersteller im Check“ und thematisiert neben den Mikroplastikteilchen aufmerksamkeitsstark die gelösten Polymere. Denn während die Hersteller von Kosmetik die Mikroplastikkügelchen aus den Produkten, wie zum Beispiel der Zahnpflege oder Peelings, inzwischen freiwillig herausentwickeln, werden die Polymere noch kaum reduziert.

Studien zu Plastikpartikeln sind zudem alarmierend. Prof. Dr. habil. Gesine Witt von der Universität Hamburg befasst sich seit 2002 mit Kunststoffen in Gewässern und forscht unter anderem in Elbe, Weser, Trave, der Nord- und Ostsee. Ein Ergebnis ihrer Untersuchungen zeigt, dass Plastikteilchen Schadstoffe drei- bis viermal stärker aufnehmen und daher stärker belastet sind, als das ohnehin schon belastete Sediment (Quellen: https://www.haw-hamburg.de, Spiegel Nr. 21, 20.05.2017 „Giftbömbchen im Duschgel“).

Welche sind die Alternativen, die in den Rezepturen von lavera zum Einsatz kommen?

In unserer Naturkosmetik finden natürliche Peelingkörper aus Kieselsäure, abgerundete Olivenkerne, Zucker- oder Salzkristalle, aber auch Jojobawachskugeln Einsatz. Als Alternative für die Polymere (bspw. Silikonöle in der Haarpflege) setzen wir Proteine aus Getreide, Keratine aus Radieschen oder Bier zur Stärkung des Haares ein. In der dekorativen Kosmetik werden bei lavera natürliche Farben wie Mineralien oder Eisenoxide verwendet. Als Glanzgeber dienen Glimmer, aber auch besondere Fette und Öle.

Mikroplastik vs. natürliche Salze

Wie kann ich als Verbraucher erkennen, dass ein Kosmetikprodukt keine Plastikteile enthält?

An der Zertifizierung bzw. dem Private Label, wie dem NATRUE Label. NATRUE zertifizierte Naturkosmetik ist automatisch „frei“ von Mikroplastik. Auch an den Inhaltsstoffen, die auf der Produktverpackung aufgedruckt sind, ist das Plastik an den Endungen „-polyer“, „-poyamide“ erkennbar.

Wir können also täglich unseren Teil zum Umweltschutz beitragen, indem wir darauf achten Produkte zu verwenden, die frei von Mikroplastik sind. Welche Tipps habt ihr noch, um im Alltag auf den Schutz unserer Umwelt zu achten?

20 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. liebes LAVERA Team, so toll, dass ihr das Thema -Microplastik-
    in euren Produkten umgesetzt habt.
    So lange habe ich danach gesucht 🙂

    • Liebe Silvia
      das freut uns sehr! Wir wünschen Dir viel Freude mit unserer Naturkosmetik. 🙂
      Natürlich schöne Grüße
      Dein lavera Team

  2. Liebes Lavera Team,

    Ich finde Euern Ansatz auch super, vielen Dank für die Information!
    Was macht Ihr denn mit den Verpackungen? Sind die auch möglichst umweltfreundlich? Wenn Ihr Mikroplastik einspart, aber die Verpackung unnötig Plastik enthält, wie geht Ihr damit um?

    • Hallo Wolfi,
      vielen Dank für Deinen Kommentar! Unsere Verpackung haben wir so ausgewählt, dass sie die natürlichen Inhaltsstoffe bestmöglich schützt, beim Transport leicht ist (also die CO2-Emission gering gehalten wird) und dabei möglichst preiswert ist, damit wir unserem Anspruch, Naturkosmetik preiswert anzubieten, gerecht werden. Zudem sind wir als erster Kosmetikhersteller auch ZNU-zertifiziert. Damit kannst Du sicher sein, dass wir stets alle Maßnahmen zur Einhaltung eines nachhaltigen Unternehmens einhalten. 🙂
      Natürlich schöne Grüße
      Dein lavera Team

  3. Super. Coca Cola, Unilever, L’Oreal und andere haben sich zur messbaren Reduktion des Plastikmülls verpflichtet. Ab 2025 werden nur noch Kunststoffe eingesetzt, die vollständig wiederverwendbar, recyclebar oder kompostierbar sind. Was macht Ihr da? Sollte man nicht vielmehr darauf achten, dass weniger Kunststoff eingesetzt wird oder das Material wiederverwendbar ist? Welche Rolle spielt da ein niedriger Preis? Das verstehe ich nicht ganz.
    Ich finde es übrigens super, dass Ihr eine Plattform für diese Themen bietet 🙂

    • Hallo Wolfi,
      diese Maßnahmen zur Reduktion des Plastikmülls begrüßen wir sehr! Wir möchten unsere Produktdesigns für unsere Kunden jedoch so convenient wie möglich halten. Leichte, nicht so zerbrechliche Flaschen sowie eine bequeme Handhabung sind uns besonders wichtig. Bei höheren Kosten für die Herstellung spezieller Kunststoff-Verpackungen können auch die Kosten für die Verbraucher steigen – da muss eine ansprechende Balance gefunden werden. Wir können Dich aber beruhigen, denn wir arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Produkte, sowohl was die Zusammensetzung des Produktes als auch die Verpackung betrifft.
      Natürlich schöne Grüße
      Dein lavera Team

      • Guten Tag Lavera,

        auch mich interessiert Ihre Umverpackungsstrategie. Ich benutze sehr gerne Produkte von Ihnen, möchte aber gerne meinen Plastikkonsum weitestmöglich einschränken. Mein Gesichtswasser und Handcreme von Ihnen gibt es nur in Kunststoff verpackt. Ich würde gerne Plastikfrei kaufen können.
        Danke und viele Grüße
        Sonja Junge

        • Hallo Sonja,
          vielen Dank für Deinen Kommentar! Wir arbeiten stetig an der Verbesserung unserer Produkte. Dein Feedback geben wir gerne an unser Produktmanagement weiter!
          Natürlich schöne Grüße
          Dein lavera Team

          • Liebes Lavera Team,
            auch ich möchte mich gern anschließen. Ich habe Ihre Produkte bis zuletzt gern verwendet. Da ich seit einigen Wochen aber auf den Kauf von Plastikprodukten und -verpackungen verzichte, kann ich viele Ihrer Produkte leider nicht mehr verwenden.

            Ich handhabe wirklich lieber einen „schweren“ Glasspender (am liebsten Pfandglas), anstatt Kunststoffe zu benutzen, gute Produkte auf meine Haut zu geben, die zuvor längere Zeit in Plastik aufbewahrt wurden oder leere Verpackungen nach vergleichsweise kurzem Gebrauch in die gelbe Tonne zu werfen.

            Ich würde mich ebenfalls sehr über eine Verpackungsveränderung freuen. Wenn nicht Naturkosmetikhersteller den Schritt des Pioniers wagen, wer dann?

            By the way: ich wüsste gern, aus welchem Materiel die blauen Peelingkörner in Ihrem 3 in 1 Gesichtsreinigungspeeling bestehen, das ich bis zuletzt gern genutzt habe. Sie lösen sich nicht in Wasser auf und sehen aus wie Kunststoff. Aber auf der Tube steht, dass das Produkt frei von Mikroplastik ist.

            Vielen Dank!

            Viele Grüße
            Janine Kau

          • Hallo Janine,

            vielen Dank für Dein Feedback, das wir gerne an unser Produktmanagement weitergeben. Bei der Entscheidung für unsere Verpackungen spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Die natürlichen Inhaltsstoffe müssen bestmöglich geschützt werden, beim Transport leicht sein und dabei möglichst preiswert. Zudem bedeutet die Verwendung von Glas nicht, dass das Produkt automatisch umweltfreundlicher ist. Der CO2-Ausstoß, der beim Transport von Glas in die Luft gesetzt wird, ist schädlicher, als die Kunststoffflasche selbst. Aber auch wir können uns immer weiter verbessern und freuen uns über Idee, wie die beispielsweise von Dir! Denn schließlich wollen wir unsere Produkte für unsere Kunden machen. 😉

            Für das Peeling in der 3in1 Gesichtsreinigung ist die Kieselerde verantwortlich. Bei den Kügelchen, die Du angesprochen hast, handelt es sich um die Jojobaperlen.

            Natürlich schöne Grüße
            Dein lavera Team

  4. hallo liebes lavera team,

    ich habe eine frage. in lavera shampoo sind doch coco sulfte enhalten.ist das denn nicht das gleiche wie sodium laureth sulfate?

    danke für die anwort

    lg
    pamela

  5. Danke, dass bei LAVERA die Inhaltsstoffe so wie oben beschrieben sind.Ich kaufe ihre Produkte deshalb regelmäßig und gerne. Aber das Thema VERPACKUNG sollten sie aber nun wirklich endlich aktiv anpacken. Alles was wir hinauszögern BEZAHLEN wir ALLE letztlich TEUER mit unserer Gesundheit (und die unserer Kinder) und dies leider nicht IRGENDWANN sondern schon sicher schon sehr bald.
    Anfang der 90ziger konnte ich im Naturkostladen Schampoo aus einem großen Spender in Glasflaschen abfüllen lassen, ebenso Duschgel usw. Wäre das nicht ne prima Sache auf so etwas umzusteigen und wirklich ressourcenschonend.
    L.G. Carmen

  6. Warum bietet ihr eure Produkte denn nicht in Holzverpackungen an? Ich würde hier einmal ganz neue Wege gehen und das Plastik komplett weg lassen. Es gibt so gute Alternativen (Sulapac stellt z.B. etwas ganz tolles her). Dafür wäre ich auch bereit, 2-3 Euro mehr für ein Produkt zu zahlen, wenn es nachhaltiger ist.

  7. Liebes Lavera-Team,

    auch mich interessiert die Verpackungsthematik. Ich möchte so wenig Plastik wie möglich verwenden. Andere Hersteller wie beispielsweise Alverde verwenden Verpackung, die zu einem großen Teil aus recyceltem Plastik besteht. Wäre das nicht auch eine super Idee für Lavera?

    Liebe Grüße
    Alix

  8. Liebes Lavera- Team,

    woraus bestehen die kleinen türkisfarbenen Kügelchen in der Gesichtsmaske (3 in 1 mit Bio- Minze, Kieselsäure & Salizylsäure). Auf der Verpackung steht „ohne Mikroplasikpeelingkörper“. Ich bin irritiert über die Kügelchen.

    Viele Grüße, Rena

  9. Liebes Lavera-Team,

    zunächst einmal ein großes Lob für Eure Produkte und Inhaltsstoffe. Ich benutze sie schon seit vielen Jahren und finde sie sehr gut.

    Nachdem ich aber geholfen habe Strände von Plastikmüll zu befreien und mir das ganze Ausmaß der Verschmutzung klar wurde, kommt für mich nur noch Naturkosmetik ohne Plastikverpackung in Frage.

    Es wäre wünschenswert, wenn ihr hier zukünftig zumindest das eine oder andere Produkt anbieten würdet. Ich als Verbraucher wäre definitiv bereit mehr für Eure Produkt ohne Plastikumverpackung zu bezahlen und denke dass ich mit meiner Absicht nicht alleine da stehe.

    Gibt es hierfür bereits einen ersten Ansatz?

  10. Hallo liebes Lavera-Team,

    Ich möchte mich meinen Vorrednern gerne anschließen. Ich nutze eure Produkte jetzt schon sehr lange und bin wirklich sehr zufrieden. Das einzige was ich auch schade finde, sind die Plastik-Verpackungen für relativ kleine Mengen. Ich verstehe, dass ihr die Produkte so „convenient“ wie möglich halten wollt, jedoch fände ich es super, wenn es in der Drogerie entweder größere Verpackungen gäbe (Beispiel Nachfüller Handseife) oder sogar in 2 L Flaschen! Große Gebinde an Unverpackt-Läden zu verkaufen, wo man sich sein Shampoo dann abfüllen kann, wäre doch auch eine Idee!?

    Ich hoffe und denke ihr nehmt alle Hinweise der Verbraucher auf und es werden in Zukunft einige davon umgesetzt. Das Thema Verpackung scheint für uns Verbraucher fast das wichtigste zu sein 🙂

    Danke und viele Grüße,
    Nadja

  11. Hallo liebes Lavera Team!
    Ihr schreibt, dass ihr euren Produkten kein Mikroplastik zufügt. Aber wie schafft ihr es, bestehendes Mikroplastik zu filtern? Wenn diese mikroskopisch kleinen Teilchen inzwischen fast überall nachweisbar sind, dann doch sicherlich auch in den Rohstoffen, die ihr zur Herstellung eurer Pflegeprodukte nutzt, zB Wasser. Ist es heutzutage nicht nahezu ausgeschlossen ein Produkt als „mikroplastikfrei“ zu bewerten? Gelangen nicht schon kleinste Teilchen aus der Verpackung in das Produkt, wenn es lange genug darin gelagert wird? Wäre es dann nicht besser, Naturkosmetik als „mikroplastikreduziert“ zu kennzeichnen? Diese Gedanken kamen mir bei meinem letzten Drogeriebesuch, als ich das Schild „Mikroplastikfrei“ neben (unter anderen) euren Produkten gesehen habe…..

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