Deo, wir fahr´n nach Lodz

In meiner Schulzeit, lange bevor es Twitter gab, oder zumindest lange bevor ich Twitter entdeckt habe, musste ich meinen zwanghaften Drang zu zweifelhaft lustigen Wortspielen direkt an meinen Mitschülern, Freunden und an meiner Familie auslassen. Einer meiner Klassiker war: „Deo, wir fahr´n nach Lodz“.

Ich wusste damals nicht, wo genau Lodz ist, aber auf dem 50. Geburtstag eines sehr guten Freundes meines Vaters gab Vicky Leandros ein kurzes Privat-Konzert und sang diesen Song über Theo und diese Stadt in – wie ich später herausfinden sollte – Polen, in die sie offensichtlich dringend mit ihm reisen wollte. Meine Abwandlung „Deo, wir fahr´n nach Lodz“ fand schon damals eigentlich nur ich selber lustig. Was man eben so lustig findet, wenn man 14 Jahre alt ist. Vielleicht war es die Assoziation mit Köperhygiene oder meine Verwunderung darüber, dass man Sängerinnen, die wohl mal eine durchaus respektable Karriere hingelegt hatten, später einfach mal in einen Ballsaal eines Hotels buchen konnte, wo sie dann für eine Gruppe feuchtfröhlich feiernder (und leider nur mit mittelmäßig guten Deos ausgestatteten) Mittfünfzigern und ihren Familien Schlager zum Besten gab.

 

Deo gegen den Rest der Welt

 

Einige Zeit blieb dieser Moment auf eine absurde Weise mein signifikantestes Erlebnis im Zusammenhang mit Deos. Eigentlich, bis mir Jahre später ein international erfolgreicher Fotograf nach einem Fotoshooting mal verriet, dass er seine Stylisten und Hair & MakeUp Artisten im Anschluss an eine Fotoproduktion immer ausführlich nach ihren Eindrücken der beteiligten Models ausfragte. Er wollte wissen, ob die Mädchen 100% professionell sind. Es gab einige Kriterien, die mir bewusst waren oder die ich gut nachvollziehen konnte. Ein Satz aber blieb mir besonders im Gedächtnis: „Und wenn sie stinkt, buche ich sie nie wieder. Ich meine, ein bisschen Deo, das kann man doch wohl erwarten“. Mein zweiter unvergesslicher Berührungspunkt mit dem Thema Deo.

Heute, weitere knapp fünf Jahre später, sitze ich vor dem Atelier eines Designers, mit dem ich vor etwa 10 Minuten verabredet war, in meinem Auto und will nicht aussteigen. Es ist 39 Grad in Berlin, die Hitze drückt mich aber mit so einer Wucht in den urbanen Beton der Straßen zurück, dass es mir vorkommt wie 45 Grad. Im Radio sprechen sie über historische Hitzerekorde, fast 43 Grad irgendwo in Niedersachsen. Ich möchte nicht aussteigen. Im Auto ist es klimatisierte 16 Grad – eine Frischzellenkur bei diesem Wetter. Draußen vor dem Auto flanieren Touristen und Schaufensterbummler. Die meisten von ihnen wirken, als hätten sie gerade einen Ironman-Wettbewerb absolviert. Hochrote Köpfe, schweißdurchtränkte Kleider. Und zack – wieder ist sie da, meine Deo-Assoziation. Vor meinem inneren Auge fliegen Vicky Leandros, der Fotograf und ein namenloses Model mit tellergroßen Schweißflecken unter den Achseln vorbei und ich beglückwünsche mich erneut dazu, auf Produkte von lavera zu setzen.

 

Naturkosmetik in Deo-Form

 

Deos gibt es in unzähligen Varianten, Konzepten und Preisspannen. Es gibt sie für 99 Cent beim Discounter oder für 36 Euro von einem Designer, der eigentlich für seine Haute-Couture-Roben auf der Pariser Fashion Week bekannt ist. Aber egal, was sie kosten oder ob sie 24 Stunden halten, geschmeidig zur Haut sein oder besonders angenehm riechen sollen – in den meisten Deos sind Aluminiumsalze. Der Einsatz dieser Aluminiumsalze ist wissenschaftlich umstritten. Sie sollen auf verschiedenen Ebenen negativen Einfluss auf Körper und Umwelt haben – unter anderem schreibt man ihnen das Verursachen von Brustkrebs zu. Ein ziemlich hoher Preis für einige Stunden ohne Schweißgeruch.

Die Deos von lavera dagegen bestehen aus 100 Prozent natürlichen Inhaltsstoffen. Schon vor beinahe 30 Jahren hat lavera eine Deo-Formel entwickelt, die ohne chlorierte Aluminiumsalze auskommt. Insbesondere beanspruchte und empfindliche Haut wird durch die natürlichen Inhaltsstoffe gepflegt. Die Bio-Inhaltsstoffe wirken hautberuhigend und desinfizierend. Und die Produktpalette ist mittlerweile so groß, dass wirklich etwas für jeden dabei ist. Sowohl, was den Duft angeht, als auch die Form. Ich persönlich zum Beispiel bevorzuge Deo-Roller. Viele meiner Freundinnen finden das komisch und nutzen lieber Sprays. Bei lavera werden alle glücklich. Und geruchslos. Da bleibt eigentlich nur noch eine einzige Frage offen: Ob Vicky Leandros jemals lavera Deos ausprobiert hat?

Geschrieben von:

Marie von den Benken ist Model, Autorin und Influencerin. Im Alter von 14 Jahren wurde sie in ihrer Heimatstadt Hamburg von einer der größten Deutschen Model-Agenturen entdeckt. Im Jahr 2011 startete sie ihren Account @regendelfin auf Twitter, der sich inzwischen zu einem der meist zitierten Accounts im deutschsprachigen Raum entwickelt hat. Mittlerweile schreibt Marie Fashion- und Lifestyle Kolumnen für einige der größten Magazine und Zeitungen Deutschlands und produziert eigene Mode-Strecken. Mit ihrer veganen Lebensweise und ihrer großen Fashion-Affinität gilt sie als eine der Vorreiterinnen der Mission, die Mode- und Beauty-Branche nachhaltiger und zukunftsorientierter zu gestalten.