Farbgeheimnisse gegen die Herbst-Melancholie

Die Zeit zwischen Anfang September und Anfang Oktober wird in der Modebranche Fashion Month genannt. Innerhalb von nur vier Wochen finden die Major Fashion Weeks in New York, London, Mailand und Paris statt. Der Modezirkus, bestehend aus Medien, Influencern, Designern, Stylisten, MakeUp-Artists, Friseuren, PR-Agenten, Fachpublikum, Einkäufern, Promis und natürlich Models zieht von Stadt zu Stadt und verwandelt die Straßen der Mode-Hauptstädte für einige Tage in Epizentren der Trends, Street Styles, Partys und Eitelkeiten.

Eine außergewöhnlich spannende, aber auch extrem anstrengende Zeit. Zurück bleiben viel zu viele Eindrücke, aber auch viele neue Bekanntschaften, Ideen, Inspirationen und Gespräche mit Freunden, die man in unserer hektischen Welt eigentlich nur zu solchen Anlässen überhaupt trifft. Auch ich bin wieder zu Hause, und noch während sich in meiner Wohnung Koffer, Kleidersäcke und Retouren-Pakete türmen, hocke ich in meinem kleinen Post-Fashion-Week-Chaos auf dem Boden und lasse die Saison Spring Summer 20 Revue passieren.

Der Teufel trägt Prada

Man kann in unseren Zeiten über die Notwendigkeit von Fashion Weeks natürlich streiten, das gebe ich zu. Unsere Welt hat größere Probleme, als die Frage, ob Saint Laurent weite Krägen oder breite Schultern zum Trend für den kommenden Sommer erklärt. Viele sagen, die Modebranche nimmt sich viel zu wichtig. Letztendlich ist Kleidung auch nur Zeug, das man trägt. Nur Zeug? Nun ja – wie hat es schon die grandiose Meryl Streep als Miranda Priestley im legendären Fashion-Epos „Der Teufel Trägt Prada“ gesagt:

„Nur Zeug?! Sie sind der Meinung, Mode hätte nichts mit Ihnen zu tun. Sie gehen einfach an Ihren Schrank und greifen sich diesen plumpen, blauen Pullover […] dieses Blau steht für Millionen von Dollar und zahllose Jobs. Und es grenzt fast an Komik, dass Sie tatsächlich der Meinung sind, sich der Modewelt zu entziehen und das, obwohl Sie einen Pullover tragen, der von den Menschen in diesem Raum für Sie ausgewählt wurde. Aus einem Haufen Zeug.“

Die Welt ist ein Laufsteg

Das ist sicher eine glorifizierende Sicht auf die Modewelt, aber sie ist nicht vollkommen falsch. Die Fashion Branche setzt Trends für die ganze Welt. Für Mode, Accessoires, Farben – aber auch für MakeUp-Looks und Frisuren. Und das im Halbjahres-Rhythmus. Zweimal im Jahr treffen wir uns in den Fashion-Metropolen und zeigen der Welt, wie sie im kommenden Jahr aussehen wird. Was wir in Magazinen, TV-Serien und auf den Straßen der Großstädte sehen werden. Diesen Herbst etwa, der mich mit erfrischenden 10 Grad im nasskalten Hamburg empfängt, gibt es auch wieder neue Trends. Der Sommer geht, der Herbst kommt. Überall wird es melancholischer, grauer, trister. Die Natur nimmt sich ihre Erholungspause – und auch unsere Haut wird blasser und darum bekommen wir Lust, uns wieder mehr zu schminken.

Heute möchte ich Euch daher zwei neue MakeUp Trends für den Herbst zeigen, die mir sowohl in New York, aber auch in London und Paris immer wieder begegnet sind: Rosa Wangen und Bordeaux farbene Lippen.

Foundation

Die Basis für einen tollen Herbst MakeUp Look ist natürlich eine gute Pflege der Haut. Mit kalten Temperaturen und Heizungsluft verändern sich auch ihre Bedürfnisse und die Pflege muss gegebenenfalls erweitert oder sogar umgestellt werden. Aber auch das MakeUp passe ich im Herbst an: Hat im Sommer noch ein wenig Concealer als Foundation gereicht, trage ich im Herbst und Winter gerne ein MakeUp mit mittlerer Deckkraft auf. Das MakeUp sollte zum einen Rötungen abdecken – ich neige beispielsweise immer zu einer roten Nase, sobald die Temperaturen etwas sinken. Es muss aber die Haut auch vor Wind und Wetter zuverlässig schützen und sollte sie gleichzeitig pflegen. Die neue Hyaluron Liquid Foundation von lavera hat eine seidig leichte Textur und sorgt für einen gleichmäßigen Teint, ohne dabei maskenhaft auszusehen. Die darin enthaltene natürliche Hyaluronsäure und das Bio-Mandelöl spenden der Haut zusätzlich intensive Feuchtigkeit.

Um mir ein wenig sommerliche Bräune ins Gesicht zu zaubern, konturiere ich anschließend mein Gesicht dezent an den Wangenknochen, der Nase, dem Kinn und der Stirn mit dem Mineral Sun Glow Powder.

Pretty in Rosa

  1. Als Rouge kommt in diesem Herbst Rosa in allen Variationen auf unsere Wangen – und je nach Belieben sogar auf unsere Schläfen. Es lässt uns stets so aussehen, als kämen wir gerade von einem Spaziergang durch die kühle Herbstluft. Dafür trage ich das So Fresh Mineral Rouge Powder in der Farbe Charming Rose 01 auf den Wangen auf.
  2. Die Augen halten sich bei diesem Look eher im Hintergrund und werden lediglich mit ein wenig Wimperntusche und Eyeshadow (Cappucino Cream 02) auf dem beweglichen Lid betont. Die Augenbrauen werden mit dem Eyebrow Styling Gel in Form gebracht.
  3. Für einen Everyday Herbst Look fehlt jetzt nur noch ein wenig Lipgloss. Der Glossy Lips Lipgloss ist in vielen tollen Farben erhältlich und er pflegt die Lippen zusätzlich mit Bio Blütenbutter. Ich habe die Farbe Rosy Sorbet 08 aufgetragen.

Belle de Bordeaux

Wenn ihr Lust auf mehr Farbe habt, probiert mal den zweiten MakeUp Trend, der neben den rosa Wangen auf den Fashionweeks nicht mehr wegzudenken war: die bordeauxfarbenen Lippen. Ich habe dafür den Natural Matt´ n Stay in der Farbe Matt´n Plum aufgetragen. Je nachdem, wie intensiv ihr das Farbergebnis haben möchtet, tragt ihr den Lippenstift auf eure Lippen einmalig oder mehrmalig auf. Ein Look, der sicherlich etwas Farbe in den grauen Herbstalltag bringt, aber auch als Abend-MakeUp sehr gut geeignet ist. Ich finde, dass man damit auf diesen Herbst perfekt vorbereitet ist. Was sagt ihr?

Geschrieben von:

Marie von den Benken ist Model, Autorin und Influencerin. Im Alter von 14 Jahren wurde sie in ihrer Heimatstadt Hamburg von einer der größten Deutschen Model-Agenturen entdeckt. Im Jahr 2011 startete sie ihren Account @regendelfin auf Twitter, der sich inzwischen zu einem der meist zitierten Accounts im deutschsprachigen Raum entwickelt hat. Mittlerweile schreibt Marie Fashion- und Lifestyle Kolumnen für einige der größten Magazine und Zeitungen Deutschlands und produziert eigene Mode-Strecken. Mit ihrer veganen Lebensweise und ihrer großen Fashion-Affinität gilt sie als eine der Vorreiterinnen der Mission, die Mode- und Beauty-Branche nachhaltiger und zukunftsorientierter zu gestalten.