Beschäftigtes Summen erfüllt Büsche und Blumenwiesen während dieser Zeit des Jahres. Die fleißigen Bienen haben mit ihrer wichtigen Arbeit begonnen und sammeln voller Energie ihren Nektar. Wir zeigen dir, warum die Arbeit der Bienen so wichtig für unser Ökosystem ist und was du tun kannst, um die bedrohten Insekten zu schützen.
Warum Bienensterben uns alle angeht
Bereits seit Jahren geht die Bienenpopulation auf der ganzen Welt allmählich zurück. In einigen Regionen sterben ganze Bienenvölker – unabhängig davon, ob die Tiere von Imkern gehalten werden oder es sich um Wildbienen handelt. In anderen Regionen geht vor allem die Wildbienenbevölkerung zurück, während die Zahl der Imker steigt.
Die genauen Gründe für dieses Bienensterben, das sich mittlerweile zu einem grundsätzlichen Insektensterben entwickelt hat, sind noch nicht vollends klar.
Mehr Lebensraum für Bienen: Bienenfreundliche Pflanzen
Schaffe Bienen mehr Lebensraum, indem du bienenfreundliche Pflanzen und Blumen in deinen Garten oder auf deinen Balkon setzt. Während Honigbienen bei ihrer Nahrungssuche nicht sehr wählerisch sind, haben sich die unterschiedlichen Arten der Wildbiene oft auf einzelne Nahrungsquellen spezialisiert. Vor allem heimische Blüh- und Wildpflanzen kommen bei Bienen gut an, da sie häufig ungefüllte und weit geöffnete Blüten besitzen, durch die die Bienen gut an Pollen und Nektar gelangen.
Gezüchtete Pflanzen hingegen haben oft sogenannte gefüllte Blüten, zahlreiche, dicht aneinander liegende Blütenblätter, die den Weg zur wertvollen Nahrung versperren. Bienenfreundliche Pflanzen und Blumen sind reich an Nektar und Pollen und haben eine lange Blütezeit.
Doch keine Sorge, so kompliziert ist das Ganze gar nicht. Für deinen eigenen Garten oder Balkon gibt es beispielsweise Seedbombs oder spezielle Samenmischungen für Wildblumen, die Bienen besonders gut gefallen. So entstehen im Handumdrehen farbenfrohe Bienenweiden.
Auch mit einer Wildbienen-Nisthilfe kannst du dazu beitragen, die Bienenpopulation zu stärken. Diese kannst du in deinem Garten oder auf dem Balkon aufhängen und Wildbienen somit mehr Lebensraum bieten. Achte bei deiner Nisthilfe unbedingt darauf, dass das Holz nicht zu rau ist und die Flugbahn der Bienen stets frei ist, sodass sich die Bienen nicht verletzen können. Ein möglichst sonniger und vor Regen und Wind geschützter Ort eignet sich am besten.
Nahrung für Bienen: Was essen Bienen?
Wild- und Honigbienen fressen vor allem Pollen und Nektar. Wildblumen sind deshalb ideal. Natürlich hat nicht jeder einen Garten oder einen Balkon, vor allem in der Stadt. Aber auch in diesem Fall gibt es viele schöne Möglichkeiten, wie du den Bienen helfen kannst.
Wenn schwache Bienen auf deiner Fensterbank stranden, ist der Griff zum Honigglas schnell getan. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Honig – insbesondere Importhonig aus dem Supermarkt – kann schnell Krankheiten übertragen und stellt damit eine hohe Risikoquelle für die Biene und ihr Bienenvolk dar. Vermeide es deshalb, schwache Bienen mit Honig zu füttern und wasche Honiggläser gründlich aus, bevor du sie ins Altglas gibst.
Greife zum Aufpäppeln von schwachen Bienen lieber zu Zuckerwasser. Dazu einfach warmes Wasser mit etwas Zucker mischen und vor die Biene tröpfeln oder in eine Bienentränke geben. Auch hier solltest du selbstverständlich aufpassen. Krankheitserreger verbreiten sich schnell und sollten mehrere Bienen an deiner bereitgestellten Erfrischung Halt machen, achte darauf, dass du sie regelmäßig auswechselst.
Die Bienentränke kannst du natürlich kaufen, du kannst sie aber auch ganz einfach selbst bauen. Da Bienen nicht schwimmen können, ist es wichtig, dass deine Bienentränke genügend Landeplätze hat, durch die sie gut ans Wasser gelangen. Ein flacher Behälter mit Inseln aus Naturmaterialien wie Steinen, Moos und Stöckern eignet sich besonders gut. Und nicht vergessen: Auch hier das Wasser regelmäßig wechseln, damit sich keine Krankheiten übertragen.
Und was ist mit Honig?
Wenn du auf Honig nicht verzichten kannst, versuche, auch ihn regional und in Bio-Qualität zu beziehen. Dadurch kannst du heimische Imker, die höheren Produktionsstandards unterliegen als Betriebe aus nicht EU-Ländern, unterstützen und dazu beitragen, dass Transportwege eingespart werden.
Werde Hobby-Imker oder Bienenpate
Ein weiterer Pluspunkt der ökologischen Landwirtschaft: Monokulturen, die Bienen in ihrem Nahrungsangebot und Lebensraum einschränken, kommen tendenziell seltener vor als in konventioneller Landwirtschaft.
Sind dir die bisherigen Schritte noch nicht genug, kannst du auch noch tatkräftiger mithelfen. Von der eigenen Hobby-Imkerei im Garten bis hin zur Bienenpatenschaft in Gebieten in ganz Deutschland: Viele gemeinnützige Vereine und Organisationen setzen sich gezielt dafür ein, die Bienenpopulation wieder zu stärken und unterstützen all jene, die bei diesem Vorhaben mithelfen wollen. Bestimmt gibt es auch Institutionen in deiner Nähe, mit denen du gemeinsam gegen das Bienensterben vorgehen kannst.
Du siehst, es ist gar nicht so schwer, den Bienen zu helfen. Und bei all der wichtigen Arbeit, die die geflügelten Tierchen für uns leisten, ist es einfach, auch ein wenig zurückzugeben.